"Archivfunde" - Geographie und Topographie

 

Im Folgenden werden einige Angaben aus archivischen Quellen zitiert und zum Teil erläutert, aus denen wichtige Erkenntnisse zur Entwicklung des Zonser Raumes zu gewinnen sind. Ein Großteil dieser Quellen hat bislang in der ortsgeschichtlichen Forschung noch keine Berücksichtigung gefunden.

PfAZ = Pfarrarchiv St. Martinus Zons
StADo = Stadtarchiv Dormagen (im "Archiv im Rhein-Kreis Neuss")

Literaturempfehlungen:
- A. Hansmann/M. Wensky (1990); mit zahlreichen weiteren Hinweisen auf Flurnamen, Türme, Straßen, Plätze etc.
- T. Schwabach (1999); mit ausführlichen Erläuterungen zu den räumlichen Verhältnissen in der Frühneuzeit

 

 

a) Straßen, Wege und Plätze

1619: "das Hospital" innerhalb der Stadtmauern [PfAZ,574, p. 25] An der Turmstraße befindet sich noch heute der "Hospitalplatz ", der also möglicherweise auf eine längere Tradition zurück geht.

Mitte 17. Jh.: "das Hospitall" innerhalb der Stadtmauern [PfAZ, 573, o. S.]

1791: "die am Hospital gelegene Wohnbehaußung mit ihren Fuhren und Mahlen, ein Vorhaubt die Jungfern-Schull, das andere Wittib Gerard Vehr, einer langer Seit Helena Abels, die andere Seit das Gemeine Gäßgen " [PfAZ, 888, Nr. 30].

1622: Stiftung von Juncker Henrich von Mulheim für die Pfarrkirche [PfAZ, 574, p. 41f.] Die Hubertusstraße hieß ursprünglich "Junckerstraße" (Ende des 19. Jhts. belegt). An ihr befand sich der "Junckerplatz" (s.u.). Hier besteht offenbar ein Zusammenhang.

Mitte 17. Jh.: "nach Neus Juncker Caspar von Mulheim"[PfAZ, 573, fol. 8r] S.o.

1670: "fünff Viertel volle Morgen in denen Benden hierselbsten gelegen, langer Seit ins West Everhard Lauter, nach Zonß Juncker Geilen Erben, nach Cöllen-warts der Grünen Weeg" [PfAZ, 884,fol. 3v]. "Juncker Geill" auch fol. 22v (1674) erwähnt. Zur Junckerstraße s.o.

1757: Gerhard Wimmer u. Anna-Christina Güsgen: "Hypotheca ein aufm Junckersplatz gelegene Wohnbehaußung und Garthen, einer langer Seit Wittib Schülgens, ander Seit Matheis Clouth, ein Verhaupt die Gemeine Straß, ander Verhaupt die Stattmawer. Item ½ Morgen Graßbenden am Pfannenschopp, Vorhäupter der Graben und Mittel- oder Broichweeg, beyder langer seit Caspar Weiler Wittib zu Horrem." [PfAZ,884, fol. 60v].

1758: Eheleute Heinrich Nix: "ein Hauß dahier aufm Junckersplatz, einer Seit Gerard Wimmer, ander Seit ... [?] Platz." [PfAZ, 884, fol. 74r].

01.09.1763: Gerhard Wimmer: "Hypotheca: Hauß und Hoff wie auch Garthen aufm Junckers-Platz gelegen, langer Seit Henrich Nix und die Gemeine Straß, Vorhaubt ins West die Stadt-Mawer, und einenhalben Morgen Graß am Pfannen-Schopff, beyde lange Seithen Caspar Weilers Erben zu Horrem, Vorhaubt der Broich-Weeg und Pfannen-Schopff."[PfAZ, 884, fol. 76r].

um 1622: "ihm Hochfelt langs die newe Colnische Straß "[PfAZ, 1369, p. 363]

1698: "einen Garten vor der Rheinpfortzen gelegen auff den Grönen Weg" [PfAZ, 575, p. 64] Vermutlich ist der heutige "Herrenweg" gemeint.

Mitte bis Ende 18. Jh.: "Ein Garten ahn der Rheinpforten, schießent mit einem Vorhaubt auff den Rhein, einer langer Seiten Zons-warts neben deren Kirchen-Garten, ins West auff den Garten Weeg [...]" [PfAZ,227, p. 183]. Die heutige Parkstraße wurde ursprünglich "Gartenstraße" genannt. Noch heute befinden sich an dieser Straße die Namen gebenden Kleingärten.
 
 

b) Flurnamen

1485: "einen Kamp up dem Kranenordt zu der over Seidten Herman Koggen, Hennes Sohn, [...] zu der Niderseidten den Ziegelkamp, jede scheust Vorheupts mit einem Vorfall in dem Rhein ..." [PfAZ, 1369,p. 1110] In der Altrheinniederung nahe dem "Kranenort" wurde geziegelt (vgl. dazu die Lage der "Leimkuhl").

1485: "einen Garten ihn der Enger Gaßen ..., einen Kamp uf dem Kranenort zu der ober Sieten Herman Kaggen, Hennes Sohn, und zu der inder Siethen den Ziechelkamp, und scheust Vorhauffts mit einem Vorfall ihn den ..., und ins Westen auf den wegh, der zu Werst uber den Ziegelkamp gehett uben dat Kranenort, und gibt ...auf die Burch ein Sümbern Roggen." [PfAZ, 857]

17. Jh.: "hatt fünff Vierdel Landt ihm Hochfelt vorgenoßen, Vorhaubt nach Collen die Höffstedt, daß ander Vorhaubt auff den Dauben-Wegh lange Seit ins West die Teutsche Herren [...]" [PfAZ,573, o. S.] Die Bedeutung der Flurbezeichnung "Im Hofstättchen" nahe dem ehemaligen Feldtor ist nicht eindeutig geklärt. Vermutlich bezieht sie sich auf eine frühere, untergegangene Besiedlung. Die Lage der vorstädtischen Zonser Besiedlung ist noch ungeklärt.

1579: "Im Herfeld under dem Hanen Putz" [PfAZ, 1369, p.328] Der Brunnen ist namengebend für die heutige "Hannepützheide".

1579: "boven denn sieben Koulen" [PfAZ, 1369, p. 330] Diese Bezeichnung dokumentiert den starken Lehmabbau in der Altrheinniederung (für den Fachwerkbau, Ziegeleien etc.) bereits zu dieser Zeit.

1579: "im Baldes Winckell ann denn vier Radern" [PfAZ,1369, p. 336] Die Bezeichnungen "Bales Winckel" und "Wahler Berg" sind offenbar gleichen etymologischen Ursprungs.

1698: "Item noch einen halben Morgen Landts im Balleswinkel an den vier Rader Bergen" [PfAZ, 575, p. 32]

1579: "Item da das Gericht gestanden hat, im Sturtzelberger Veldt 2 Morgen glegen, nach Neuß de Udeßemer Gewant unnd nach Collen Johann Verlingk, und schuist uff denn Rheyne, etlich abgetrieben." [PfAZ, 1369, p. 345f.] Durch die Rheinverlagerung zwischen Stürzelberg und Uedesheim kam es zu dieser Zeit linksrheinisch zu starken Landverlusten, so dass man den Zonser Galgen versetzen musste.

1619: "vunff Fiertell im Herfeldt boven der Faulichs Kauhlen, ins West der Dielräder Wegh, [...]" [PfAZ, 574, p.5]

1649: "auf die vier Radern, so vier Herren lande [?] scheiden thuet ..." [PfAZ, 1369, p. 427]. Vgl. hierzu die Wegekreuzung zwischen Hackenbroich und Horrem auf der Ehmans-Karte von 1751 bei A. Hansmann/M.Wensky (1990).

Mitte 17. Jh.: Es wird befohlen, "zu Vorkomung größeren Waßerschadenß den ruinirten Dich an der Faulings Kuhlen ... föllig zu reparieren" [PfAZ, 1369, p. 708]. Der Deich an der heutigen Aldenhovenstraße musste wegen Unterspülungsgefahr bei Hochwasser ständig erneuert werden. Weil der Rhein dort übergetreten war und eine tiefe Rinne hinterlassen hatte, bestand dort zeitweilig ein künstlicher Übergang (Brücke), wie der folgende Eintrag belegt:

1650: "Item hatt 3 Veithl uf der Bruggen boven der Voligs Kauhlen " [PfAZ, 573, p. 102]

1650: "2 Veithell ihm Herfelt bei der Bruggen [.. ] neben scheisent vor ahn uf den Buschwegh" [PfAZ, 573, p. 110]

1650: "Item 5 Veithell ahn der Voligs Kohlen" [PfAZ, 573, p. 97]

1650: "1 Morgen ihm Hochfelt ahn der Voligs Kohllen" [PfAZ, 573, p. 98]

1650: "Item 1 Morgen boven den 7 Kohlen [...]" [PfAZ, 573, p. 98 u. p. 126]

1655: "die Herrenbendt oben bey dem Pannenschop" [PfAZ,1369, p. 657].

1659: Großer Hochwasserschaden: Im Grind ein so starker Einbruch, dass der Rhein droht, ganz durchzubrechen [p. 797]. Auch an der "Fulingskaulen " ist der Deich ganz ruiniert, ebenso wie der Deich an der Antoniuskapelle betroffen ist [p. 799]. [PfAZ, 1369, p. 797-800].

1661: "und drey hundert wegen der ganze Kiste fullungs ihn obgemelter ..." [PfAZ, 857, o. S.]

1698: "Item funff Viertel oben der Faulingskoulen, mit einer langer Seiten ins West die Schantz und der Deelrader Weg" [PfAZ, 575, p.1]

1698: "Item einen Morgen Landts im Hohenfeldt oben denen sieben Kaulen" [PfAZ, 575, p. 19]

1698: "Eilff Viertel Landts am Hanenpütz, mit einer langer Seiten ins West langs die hinterste Cöllnische Straß " [PfAZ, 575, p. 12]

1727: "1 morgen landts ober dem Pfannen-Schopf, ein Vorhaubt die vordere Cöllnische Straß, langer Seit Joh. Peter Schwieren, ander seit Neuss-warts [..] Pastor zu Zons." [PfAZ, 884, fol. 76r].

1729: "die Gemeine Leimkuhl" [PfAZ, 884, fol. 58r]. Die "Leimkuhl" wurde ursprünglich von der gesamten Gemeinde genutzt, später zum Nutzen der Gemeinde verpachtet.

1734: "mit einem Vorhaubt auff die Kuheweide oder Soldaten-Galgen schießent" [PfAZ, 575, p. 139] Die "Kühe- oder Lämmerweide" befand sich an der heutigen Deichstraße, rheinseitig zwischen Zons und Stürzelberg.

1734: "5/4 ahm pannenschop" [PfAZ, 575, p. 141]

01.03.1738: modo judicinale de 6ta Aprilis 1754: Heinrich modo Caspar Weilers: "Hypotheca 1 Morgen Graß hinter dem Pfannenschop langer Seit Zons-warts J. Heinrich Mey, ander Seit Cöllen-warts Joh. Bock, Vorhaupt der Mittels-Weeg." [PfAZ, 884, fol. 72r].

1740: "die Halbscheit von einer halber Gewalt Holtz im Stüdger Walt im Pfannenkärgen-Seil" [PfAZ, 231, o.S.].

1753: Hypothek von Wilhelm Scheuss und Gertrud Wiertz: "Item ein halb Lempen an der Leim-Kaulen" [PfAZ, 884, fol. 55v].

1757: "fünff Viertel am Pfannenschopp, einer langer Seit Cöllen-warts Abtey Knechstein, ander langer Seit Hr. Controleur Endenich" [PfAZ, 577, fol. 5v].

1757: "fünff Viertel oben der Faulungs-Kaulen, langer Seit ins West die Schantz und Dielrather Weeg ..." [PfAZ, 577, fol. 6v].

Apr. 1759: Johannes Korbmacher und Anna Margarethe Hausers, Eheleute zu Grimlinghausen: "Hypotheca ½ Morgen Land beym Ziegelofen beyde Seithen Steinstraß und [...] Geyr." [PfAZ, 884, fol. 74r]. An der heutigen Deichstraße, rheinseitig zwischen Zons und Stürzelberg, wurde traditionell hauptsächlich im Feldbrandverfahren geziegelt.

01.08.1759: Ehepaar Heckhausen zu Horrem: "Item ¼tel Graß am Pfannenschopf, langer Seiten Theodor Bock et Wittib Catharina Wolffs." [PfAZ, 884, fol. 74v].

1764: "2 Morgen Landts am Juden-Berg" [PfAZ, 884, fol.75v]. Noch heute befindet sich der Judenfriedhof auf einem Berg in der Hannepützheide. Es ist nicht bekannt, wie weit diese Tradition zurückreicht.

16.04.1764: "unsere zu Zons nechst bey dem Pfannenschopff gelegenen 5 Morgen Benden" [PfAZ, 572, o. S.]

1904: Verkauf des Stückes "Vogelsrute" vor dem Rheintor [StADo, Zons, 99, o. S.]. Unmittelbar an der Gaststätte "Zum Volksgarten" vor dem Rheintor befand sich die Vogelstange der bereits seit dem 15. Jh. belegten Zonser St. Sebastianus-Schützenbruderschaft.
 
 

c) Höfe, Häuser und Türme

1620: Der Hof "Unserer Lieben Frau" lag in der Mühlengasse, ist beim Stadtbrand 1620 abgebrannt [PfAZ, 1369, p. 1055]. Der Hof gehörte offenbar zur Zonser ULF-Bruderschaft.

1661: "Jünden-Thurn" [PfAZ, 1369, p. 726]. Der Ursprung des Namens "Juddeturm" ist bis heute nicht eindeutig gesichert. Er wird auf die Patrizierfamilie "Judde" zurückgeführt, von der ein Grabstein in Zons erhalten geblieben ist.

1662: Man kommt überein, dass "endtlich daß Secret im Juden Thurn ernewert werde". [PfAZ, 1369, p. 498]

1664: Heinrich de St. George, Commissar des Domkapitels: "sein Hauß, Hoff und Schewer hieselbsten zu den heiligen 3. Königen genant, vorgenoßen ins Ost die Rheinstraß, ins West die Newe Gaß, nach Neuß-warts Odenkirchens Erben, nach Cöllen Johannes Lanck" [PfAZ, 884, fol. 5v] Die "Newe Gaß" ist der nördliche Teil der heutigen Museumstraße.

1698: "Jacob Horn von seinem Hauß zu St. Peter genant, auff der Rheinstraßen gelegen, nach Neuß H. Georg Matthias Nolten, Schulteß, nach Cöllen die Gemeine Straß" [PfAZ,575, p. 64] Noch heute befindet sich das Gasthaus "St. Peter" in der Rheinstraße (Eingang Turmstr. 2). Der Schultheiß Nolten war folglich Eigentümer des Hauses Rheinstraße 10.

1698: "H. Bürgermeister Heinrich Decker von seinem Hauß und Hoff Zur Trappen genant, gelegen auff der Rheinstraßen, einer langer Seits nach Cöllen Gerard Schmitz [...] und H. Joan Sancks Erben, ander langer Seits nach Neuß H. Zolschreiber Christ" [PfAZ, 575, p. 70]

1737: Johann Koch und Maria Catharina Schmaltzgruber: "Ein Hauß samt hinter liegendem Garthen auf der Hohen Straß zum Schiffgen genant, gegen der Gulden Rosen über gelegen, ein Verhaubt die Gemeine Straß" [PfAZ, 884, fol. 53v]. Mit der "Hohen Straße" ist offenbar das heutige "Hohe Örtchen" gemeint.

Ca. Mitte 18. Jh.: "Wittib Schulgens: Hypotheca Hauß, Hoff, Schewr und Stallung zur Cron genant, Vorhaubt das Hohe Oerthgen, das andern die Statt-Mawer, einer langer Seit Cöllenwarts Gerard Wimmer." [PfAZ, 884, fol. 70v]. Das Haus "Zur Cron" ist das höch stgelegene in der Altstadt (heute Hubertusstr. 11).

1757: "Matheis Aldenhoven. Erbgenohmen von einem Eckhauß, der Morion genant, gelegen aufm Schmittenrhororth, einer langer Seit Joes Wolters, ander langer Seit Gemeine Straß, ein Vorhaubt die andere Straß, ander Vorhaubt Wittib Hugo, der Grünenwaldt genant, gibt jährlichs [...]" [PfAZ, 577, fol. 20r]. Das Gasthaus "Grünenwaldt", auch "Grönewald", war offenbar namengebend für die heutige Grünwaldstraße. Das Haus "Morion" befand sich dort, wo heute das Haus Schloßstr.20 steht, das Gasthaus "Grönewald" entsprechend daneben in der heutigen Grünwaldstraße.

1757: "Hermanni Hugo Erbgenohmen von einem Hauß der Grünenwaldt genant, einer langer Seit die Straß, ein Vorhaubt Erbgenohmen Matheis Aldenhoven der Morion genant, das ander Vorhaubt Wittib Wolteri Weber, modo Ehefrau Wilhelmus Niesen, gibt jährlichs [...] [spätere Ergänzung: "modo Jacob Haller"]" [PfAZ, 577, fol. 21v].

1757: "Johann Schimmelphennings Wittib von einem Eckhauß auf der Feldtstraßen gelegen, einer langer Seit der Schwahnen, ander Seit Gerard Hussgen, Windtmüller, Vorhaubt die Straß" [PfAZ, 577, fol. 21r].

1757: "Joannis Päffgens Erbgenahmen von einem Eckhauß der St. Peter genant, Vorhaubt die Rheinstraß, einer langer Seit die Gemeine Straß, ander langer Seit Erbgenohmen Nolten zu Urdingen, geben jährlichs [...] [spätere Ergänzung: "modo Henrich Boes"]" [PfAZ, 577, fol. 27r]

1757: "Herr Nachgänger Spelt von einem Hauß auf der Rheinstraß, einer Seit Herr Beseher de Bruin, ander Seit Henrich Ducker in Cöllen, gibt jährlichs [...] [spätere Ergänzung: "modo Gerard Fischgens", durchgestrichen und darüber "Henrich Schneider". [PfAZ, 577, fol. 27v].

1757: "Hubert Cremer, modo Johannes Hoppen, von einem Hauß in der Newer Gaßen gelegen, nach Neuss Adrian Braun, modo Lambert Braun, Hr. Nachgängers Spelt Garthen, ander seit Wilhelm Assemacher" ["modo Henrich Kuckhoff" ergänzt] [PfAZ, 577, fol. 29r] Die "Newer Gasen"ist der nördliche Teil der heutigen Museumstraße.

1757: "Johann Päffgens Erbgenohmen von so genantem Jennepers-Hauß auf der Rhein-Straß, vorhaubt Herr Schieffers Erben, geben jährlichs .." [ergänzt: "modo Henr. Boes" [PfAZ, 577, fol.31v].
 
 

d) Wegekreuze und Heiligenhäuschen

17. Jh.: "mit einem Vorhaubt auff das hinderste Hagel Creutz " [PfAZ, 573, ohne Seitennummerierung]. Es gab offenbar früher zwei Hagelkreuze. Das heutige stand ehemals an der Ecke Aldenhoven-/Deich-/Schloßstraße (s.u.: 01.08.1861).

Mitte 17. Jh.: "5 Fertel landt am heinten Hagel-Kreutz" [PfAZ, 573, o. S.]

1660: "Item ein morgen landt am hintersten Hagelkreutz" [PfAZ, 884, fol. 20r].

1674: "Item 1 ½ morgen am Pontz-Heiligen-Häußgen " [PfAZ, 884, fol. 22v]. Über den Standort dieses Heiligenhäuschens ist nichts bekannt.

1705: "noch ½ morgen im strafeldt am Trummenschläger-Creutz" [PfAZ, 884, fol. 25r]. Auch hier gibt es keine näheren Hinweise zum Standort.

1786: Lieferung für die Antoniuskapelle: "Wilhelmus Bungartz had 25 Pfannen geliebert zu dem Bau" [PfAZ, 233, p. 45].

01.08.1861: Gemeinderatssitzung Zons: "Auf ein Gesuch des Herrn Hubert Schmitz, betreffend Errichtung eines Kreuzes vor dem Feldthore respektive Versetzung des dort stehenden nach dem Hagelkreuze auf seine Kosten, erklärte Gemeinderath mit dem [...] Vorschlage sich einverstanden." [StADo, Zons,98, o. S.]
 
 

e) Sonstiges

Mitte 17. Jh.: "Steuver Beirg" für Stürzelberg [PfAZ, 573, o.S.]

1698: Stürzelberger Pächter: "Item ein Stück Landts an St. Peter haltend drey Morgen, einer langer Seiten Cöllenwarts langs den Deelrader Weg, ins West die hinderste Cöllnische Straß" [PfAZ, 575, p. 32] Offenbar geht der Name des heutigen Dormagener Stadtteils St. Peter also auf eine bereits im 17. Jh. gebräuchliche Flurbezeichnung zurück.